Pfarrkirche St.Johann Baptist in Eching

Kirche in Eching

Die Vorgängerkirche der heutigen Pfarrkirche stand nahe der Isar. In früheren topographischen Schilderungen wird die Isar im strengsten Sinne als Gebirgsfluss bezeichnet. Ein unstetes Rinnsal, wechsel der Wasserfülle, Abspülungen und Anschwemmungen machten den Fluß zu einem unberechenbaren Gesellen. Am 3. Juni 1702 war die Isar durch Abspülungen der Kirche so nahe gekommen, daß der Turm einstürzte und mit einem Teil des gotischen Kirchenschiffes in den Fluten verschwand. Ärgerlich schrieb der damalige Vikar von Eching an das Stiftskapitel St. Martin: 12 Jahre lang hätte man Zeit gehabt, um das drohende Unglück abzuwenden. Erst 6 Jahre danach, am 28. März 1708, wurde der Platz für die neue Kirche ausgesteckt. 1711 wurde das Gotteshaus fertiggestellt und dem hl. Johannes dem Täufer geweiht.


Durch den 1701 begonnenen Spanischen Erbfolgekrieg kam es in Bayern zu großer Not. Nach den Worten des siegreichen österreichischen Kaisers, Josef I. sollte das arme Bayernland "insoweit genossen werden, dass es inskünftig dem Kurfürsten unnütz sein soll". Kriegssteuern, Einquartierungen, Zwangsaushebungen und die österreichischen Soldaten taten ihr übriges um das Land zu verarmen. So kam es, das der Neubau der Kirche "auf alleinige Kosten des Kollegialstiftes St. Martin" ausgeführt wurde. Der Bau wurde ausgeführt von dem Landshuter Stadtbaumeister Wolfgang Echam und den ebenfalls aus Landshut stammendem Hofzimmermeister Wolf Egkhart. Ein großer Teil des benötigten Bauholzes und der Kalk kamen per Floß aus dem Tölzer Land, die Ziegelsteine aus der Echinger Umgebung. Die reiche Innenausstattung ist eine Stiftung der Grafen von Preysing-Hohenaschau mit ihren Wappen an Altären und Kanzel.

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